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Die „Cheops“-Pyramide

Die „Cheops“-Pyramide ist mit 146 m Höhe und rund 230 m Seitenlänge die grösste der drei Pyramiden von Gizeh.

 

Die grosse Pyramide

Die grösste der 3 Megalith-Pyramiden war ursprünglich fast 147 m hoch und heute noch rund 139 m. Die vier Basisseiten der Pyramide sind offiziell fast gleich lang: Die Nordkante misst 230,25 m, die West- 230,35, die Ost- 230,39 und die Südseite 230,45 m. Im Jahr 2016 ergaben Messungen, dass die Westseite 14,1 cm länger sei als die Ostseite, wie der Geo-Archäologe Per Storemyr im National Geographic sagte. Da die Verkleidung fehle, sei dies schwer zu messen. Die kleinen Differenzen entsprechen einer Abweichung von weniger als einem Zehntelprozent. Die Pyramide steht absolut eben und der Höhenunterschied beträgt maximal 16 mm, was mit einem Wassermassbecken erreicht worden sei, wie bei der mittleren Pyramide.

Die Ecken bilden perfekte rechte Winkel, deren Abweichung beträgt maximal 3 Bogenminuten, bei der nordwestlichen Ecke lediglich 2 Bogensekunden (89° 59’ 58“). Das übertrifft die Präzision moderner Bauten bei Weitem, denn heute rechnet man mit Toleranzgrenzen von bis zu 3°, weil solch geringe Abweichungen von Auge nicht bemerkbar sind. Bei der grossen Pyramide betragen die Abweichungen lediglich Hundertstelgrade, höchstens 3 Bogenminuten; auf der Südseite sind es mit 0,009 % sogar weniger als 2’. 

Sie besteht aus 2,3 Mio. Blöcken, davon waren 70‘000 gewinkelte Verkleidungssteine. Heute sind noch 201 Steinlagen mit einer Durchschnittshöhe von 0,7 m erhalten. Die einzelnen Ebenen werden gegen oben nicht laufend dünner. Bis zur 17. Lage nimmt die Höhe der Steinblöcke von 1,5 auf 0,7 m ab, doch in der 19. sind sie wieder 0,9 m hoch. Und in der 35. Lage sind sie mit 10–15 t grösser und schwerer als in allen anderen Bereichen, abgesehen von den Basissteinen, Darüber nimmt die Dicke der Lagen langsam wieder ab und beträgt zuoberst noch 0,5 m. Auf der rund 10 m langen und breiten quadratischen Gipfelplattform befinden sich Reste der 202. und 203. Lage. Die letzten 9,5 m fehlen. 

Der Scheitelpunkt befindet sich genau über dem Zentrum des Basisquadrats. 

Bei der geringsten Ungenauigkeit hätte sich die Abweichung von Lage zu Lage markant vergrössert. 

Aus dem geheimnisvollen Pyramidenbauwerk kommen noch andere unerklärliche Faktoren und Besonderheiten zu Geometrie und Mathematik hervor. In den ägyptologischen Schriften werden sie kaum erwähnt, und wenn, werden sie als „konstruierte Zahlenspielereien“ und „zufällige Ergebnisse“ deklariert, die von den Erbauern weder gekannt noch beabsichtigt worden seien.

Das beste Beispiel ist das häufige Vorkommen der Formeln von Pi und Phi, deren Entdeckung den Griechen zugeschrieben wird und die in Europa erst seit etwa 1700 verwendet werden. 

Der Buchstabe Pi des griechischen Alphabets steht für die Kreiszahl der Archimedes-Konstante, die das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser bestimmt und immer π ≈ 3,14 ergibt. π  gilt deshalb als transzendente und irrationale Zahl, die heute in fast allen Bereichen der Mathematik vorkommt. 

In der grossen Pyramide:

• Der Neigungswinkel der Aussenflächen von 52° zeigen bereits die Inkorporierung von Pi, denn die Höhe von ursprünglich 146,72 m steht zum Umfang der Basis (921,44 m) im gleichen Verhältnis wie der Radius des Kreises zu seinem Umfang.

• Die doppelte Grundseite geteilt durch die sichtbare Höhe ergibt Pi. 

• Die Raumgeometrien der „Königs“-, der „Königin“-, der „Brunnen“- und der „Galerie“-Kammer enthalten Pi ebenfalls.  

 

Anmerkung: 

Bei Pi könnte man die Erklärung der Ägyptologen teilen, dass es damals auch anders möglich war, indem die Bauherren die „Sonnenscheibe des Ra“ zuhilfe nahmen. Denn wenn man eine Scheibe an der Seitenbasis entlang rollt und dann die Anzahl der Umdrehungen mal die Scheibenhöhe nach oben rechnet, entsteht genau diese Höhe und der Winkel von 52°, der automatisch Pi entspricht. Doch wie kamen sie auf auf die Formel: Anzahl Umdrehungen x Durchmesser Scheibenhöhe = Höhe Pyramide?  

Bei der Formel Phi wird es noch schwieriger. Sie ergibt die „Goldene Zahl“, ist die Basis des „Goldenen Schnitts“ und gilt als Konstante unseres Universums.

Das kleine Phi definiert einen Winkel in den Polarkoordinaten und den Azimutwinkel in den sphärischen Polarkoordinaten.

Das grosse Phi definiert den wiederum transzendenten und irrationalen Zahlenwert des Goldenen Schnittes. Das Teilungsverhältnis einer Strecke oder Grösse, bei dem das Verhältnis des Ganzen zu seinem grösseren Teil (Major) dem Verhältnis des grösseren zum kleineren Teil (Minor) entspricht. 

In der grossen Pyramide:

• Die Grösse der vier Aussenflächen geteilt durch die Grundfläche ergibt Phi.

• Die doppelte Grundseite geteilt durch die absolute Höhe (von der „Brunnen“-Kammer bis zur Spitze) ergibt Phi.

• Die Höhe der „Königs“-Kammer (5,815 m) entspricht der Hälfte der Diagonalen am Boden (11,63 m) und damit auch Phi. 

 

Anmerkung:

Das Besondere ist, dass Pi und Phi so nur bei der grossen Pyramide vorkommen. Doch wenn die ganze Pyramide oder eine Kammer z. B. nur 50 cm grösser erbaut worden wäre, wäre auch keine dieser Raumzahlen mehr gegeben und enthalten. Alles nur Zufall? Gemäss dem französischen Mathematiker Claude Genzling ist der Zufall ohne diese Grundkenntnisse nahezu ausgeschlossen. Und gemäss seinem Kollegen Dr. Jean Leclant wussten die alten Ägypter um diese goldenen Zahlenformeln, da sie so oft vorkommen. Seiner Meinung nach wollten sie diese einfach verbergen und haben Pi und Phi deshalb nirgends aufgezeichnet. Doch der Ägyptologe Dr. Stadelmann (Entdecker des Pyramidions) sagte, dass die Baumeister der Pharaonen diese Formeln nicht kannten. 

 

Dies ist ein Auszug aus dem Buch GIZA VERMÄCHTNIS.